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Narbenlose Knorpelfixationsmethode Septokolumelläre Naht bei geschlossener Rhinoplastik

Tezel Techniken Narbenlose Knorpelfixationsmethode Septokolumelläre Naht bei geschlossener Rhinoplastik Narbenlose Knorpelfixationsmethode Septokolumelläre Naht bei geschlossener Rhinoplastik Narbenlose Knorpelfixationsmethode Septokolumelläre Naht bei geschlossener Rhinoplastik Abstract : Several s
1. Einleitung: Der moderne Ansatz in der Nasenästhetik und die Philosophie der Reorientierung
Die moderne Rhinoplastik (Nasenästhetik) ist nicht länger nur ein struktureller Eingriff zum „Abtragen eines Höckers", sondern eine Kunst der Neuausbalancierung, die alle Bestandteile des Gesichts in Harmonie zusammenführt. An die Stelle der aggressiven Knorpel- und Knochenresektionen (Entfernungen), die bei traditionellen Methoden angewandt werden, ist heute das Prinzip der Bewahrung und Neuausrichtung (Reorientierung) der Gewebe getreten. Der kritischste Punkt dieser chirurgischen Philosophie besteht darin, dass die Projektion (Höhe) der Nasenspitze bestimmt, wie viel vom Nasenhöcker (dorsal hump) entfernt wird. Mit anderen Worten: Wenn die Nasenspitze korrekt positioniert ist, verringert sich die Menge des vom Nasenrücken zu entfernenden Gewebes erheblich, und es werden weit natürlichere Ergebnisse erzielt, die nicht „operiert" aussehen 2. Die von Prof. Dr. Erdem Tezel entwickelte und in die geschlossene Rhinoplastik integrierte Technik der „septokolumellären Naht" dient als Grundpfeiler bei der Herstellung dieses dynamischen Gleichgewichts.
2. Geschlossene Rhinoplastik (narbenfreie Nasenkorrektur) und ihre regionale Bedeutung
Die geschlossene Rhinoplastik ist eine Methode, bei der alle chirurgischen Schnitte im Inneren der Nasenlöcher gesetzt werden und von außen keine sichtbare Narbe hinterlassen. Dieser Ansatz ist insbesondere für Patienten in Mittelmeerländern klinisch überlegen. Bei mediterranen Hauttypen besteht bei den in offenen Techniken an der Nasenspitze (Columella) gesetzten Schnitten ein höheres Risiko, eine „hypertrophe Narbe" (wulstige Narbe) oder eine ausgeprägte Pigmentierung (Verfärbung) zu hinterlassen. Die geschlossene Chirurgie beseitigt diese Risiken vollständig und bietet eine „narbenfreie" Heilung.
Die Vorteile des geschlossenen gegenüber dem offenen Ansatz:
• Es bleibt keine sichtbare chirurgische Narbe zurück: Die Integrität der Columella bleibt erhalten.
• Ödem und Blutergüsse sind minimal: Die natürlichen Verbindungen und lymphatischen Bahnen zwischen Haut und Knorpel bleiben erhalten.
• Gewebeintegrität: Da der Haut-Knorpel-Kontakt nicht vollständig durchtrennt wird, ist die Gewebeernährung besser und die Heilungsgeschwindigkeit erhöht sich.
• Bewahrung der natürlichen Strukturen: Die Bänder an der Nasenspitze werden nur minimal beeinflusst.
3. Septokolumelläre Dynamik in der Mechanik der Nasenspitze und der Pivot-Punkt
Die septokolumelläre Naht (Projektionskontrollnaht) ist eine strategische Verbindung, die zwischen den Knorpeln der medialen Crura (den inneren Schenkeln der Nasenspitze) und dem Septum (der mittleren Nasenscheidewand) hergestellt wird. Diese Technik wird im Operationsgebiet mit nicht resorbierbaren monofilen Nähten wie 4/0 oder 5/0 Prolene (Polypropylen) und einer Rundnadel angewandt 2, 4.
Der revolutionärste Aspekt dieser Technik ist, dass die Naht einen „Pivot-Punkt" (pivot point) erzeugt. Die Höhe, in der die Naht durch den Septumknorpel geführt wird, bestimmt unmittelbar das Ergebnis:
• Erhöhung der Projektion: Wird die Naht im Septum oberhalb der Ebene der medialen Crura geführt, hebt sich die Nasenspitze (die Projektion nimmt zu).
• Verringerung der Projektion: Wird die Naht im Septum unterhalb der Ebene der medialen Crura geführt, nähert sich die Nasenspitze dem Gesicht (die Projektion nimmt ab) 2.
Dank dieses dynamischen Mechanismus werden die Rotation (der Winkel) der Nasenspitze, das columelläre Erscheinungsbild (das Absinken oder Zurückziehen der unteren Nasensäule) und die strukturelle Stabilität gleichzeitig kontrolliert.
4. Das Absinken der Nasenspitze und die „Figure-of-8"-Nahttechnik (Achternaht)
Das „Absinken der Nasenspitze" (nasal tip drop), die größte Angst der Patienten nach einer Rhinoplastik, entsteht in der Regel durch das Durchtrennen der stützenden Verbindungen zwischen Septum und Columella. Die septokolumelläre Naht verhindert dieses Absinken, indem sie das Septum wie eine „Stützsäule" (strut) verwendet. Ist das Septum des Patienten strukturell sehr kurz und besteht nach dem Nähen das Risiko einer „columellären Retraktion" (das Einziehen der unteren Nasensäule), wird anstelle der Standard-Schlingennaht (loop) die Figure-of-8-Nahttechnik (Achternaht) angewandt. Dieses besondere Manöver verhindert, dass die medialen Crura über das kaudale Ende des Septums nach hinten gleiten, und sorgt für dauerhafte Stabilität 2, 4.
5. Das „ideale Septum" und fünf verschiedene Typen des kaudalen Septumtransplantats
Damit eine „ideale" Grundlage entsteht, an der die Naht aufgehängt wird, muss der Septumknorpel stabil und gerade sein. In Fällen mit unzureichender Grundlage verwendet Prof. Dr. Erdem Tezel eine Transplantationstechnik mit „stair-step"-Muster (stufenförmig), die das Septum wie ein „Puzzle" vervollständigt. In diesem Rahmen wurden 5 verschiedene Transplantattypen definiert:
• Typ 1 (Erhöhung der Projektion): Erzeugt durch Erhöhung der Septumhöhe eine definierte Nasenspitze.
• Typ 2 (Stütze): Wird verwendet, um dünne oder brüchige Knorpelstrukturen zu verstärken.
• Typ 3 (Korrektur): Korrigiert ein deviiertes (verkrümmtes) Septum, indem es dieses in der Mittellinie fixiert.
• Typ 4 (Verlängerung): Wird angewandt, um Nasen mit kaudalem Defizit, also anatomisch kurze Nasen, zu verlängern.
• Typ 5 (dreieckiges Defizit im vorderen Drittel): Schafft durch Auffüllen der spezifischen dreieckigen Lücken am Ende des Septums einen geeigneten Bereich für die Naht 4.
6. Das Herunterziehen der Nase beim Lächeln und die Kontrolle des Musculus depressor septi nasi
Die Deformität der „lächelnden Nase" (smiling nose) ist das Absinken der Nasenspitze nach unten, verursacht durch die Zugkraft des Musculus depressor septi nasi (der Oberlippenmuskulatur). Die septokolumelläre Naht erzeugt Widerstand gegen die negative Wirkung dieses Muskels, indem sie die Nasenspitze mit einem festen Knorpelblock (dem Septum) verbindet. In den ersten 2–3 Wochen nach der Operation ist es normal, eine vorübergehende Steifheit (Hypokinesie) bei den Oberlippenbewegungen zu spüren; dieser Zustand normalisiert sich innerhalb von 1 Jahr vollständig, und das Problem des Absinkens der Nasenspitze beim Lächeln ist dauerhaft gelöst 4.
7. Wissenschaftliche Daten und der Prozess des „biologischen Gipsverbands"
Diese Technik ist das Ergebnis einer Entwicklung, die seit dem Jahr 2000 fortbesteht. In der 2007 veröffentlichten grundlegenden Studie wurden 495 Fälle analysiert 2, und in der umfassenden Studie von 2015 wurden 2.286 Fälle analysiert. Die statistischen Daten zeigen, dass nach 18 Monaten bei der Projektion der Nasenspitze zu 98 % volle Zufriedenheit erreicht wurde 4.
Kritischer Hinweis zur Heilung: Der Erfolg der Technik beruht nicht nur auf der Stärke der Naht, sondern auf dem Zusammenwachsen (der Fusion) der Knorpel durch den Prozess, den wir den „biologischen Gipsverband" (biologic cast) nennen. Es dauert etwa 6–8 Wochen, bis die Knorpel dieses dauerhafte Zusammenwachsen abgeschlossen haben. In diesem kritischen Zeitraum ist es zur Bewahrung der Position der Nase von entscheidender Bedeutung, dass die Nasenspitze nicht massiert und dass Verletzungen vermieden werden.
8. Fazit
In der geschlossenen Rhinoplastik ist die Kombination aus septokolumellärer Naht und kaudalem Septumtransplantat der Höhepunkt der modernen Chirurgie, die keine Operationsnarbe hinterlässt, die natürliche Anatomie nicht stört und das Absinken der Nasenspitze verhindert. Diese mit der Philosophie der Reorientierung angewandte Technik bietet dem Patienten nicht nur eine neue Nase, sondern eine Gesichtsästhetik, die ihre Form ein Leben lang bewahrt. Diese mit der akademischen Disziplin von Prof. Dr. Erdem Tezel und einer auf Zehntausenden von Fällen beruhenden klinischen Erfahrung angewandten Methoden sind ein Symbol für Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit in der ästhetischen Chirurgie.