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Nasenspitzen-Prioritäts-Rhinoplastik Spitzenorientierte geschlossene Rhinoplastik auf septokolumellärer Naht und einer neuen kaudalen Septum Transplantat - technisch

Tezel Techniken Nasenspitzen-Prioritäts-Rhinoplastik Spitzenorientierte geschlossene Rhinoplastik auf septokolumellärer Naht und einer neuen kaudalen Septum Transplantat - technisch Nasenspitzen-Prioritäts-Rhinoplastik Spitzenorientierte geschlossene Rhinoplastik auf septokolumellärer Naht und einer
1. Einleitung: Die Bedeutung der Nasenspitze in der modernen Nasenästhetik
In der modernen Rhinoplastik hat sich das Paradigma von der bloßen Verkleinerung der knöchernen Struktur hin zur Positionierung der Nasenspitze (nasal tip) als zentralem Anker der ästhetischen Balance entwickelt. Die von Prof. Dr. Erdem Tezel in die Fachliteratur eingebrachte „nasenspitzenorientierte" (tip-oriented) chirurgische Philosophie vertritt die Auffassung, dass die Nasenspitze der kritischste Fixpunkt des Gesichts ist. Anders als bei traditionellen Methoden ist bei diesem Ansatz die Resektion des Nasenhöckers (Hump) nicht der Haupteingriff, sondern ein sekundärer Schritt, der das ideale Gleichgewicht zwischen Nasenspitze und Nasenrücken herstellt. Sobald die Nasenspitze die richtige Projektion und Rotation erhalten hat, verringert sich das Ausmaß des erforderlichen knöchernen Eingriffs, wodurch deutlich schonendere und natürlichere Ergebnisse erzielt werden.
Die zentralen Ziele dieses modernen Ansatzes sind:
• Dynamische Natürlichkeit: Ein Erscheinungsbild, das sich in die Gesichtszüge einfügt und bei dem die Nasenspitze beim Lächeln nicht nach unten absinkt.
• Funktionelle Wiederherstellung: Erhalt des Nasenklappenwinkels und verbesserte Atemqualität durch verstärkte Stütze der Nasenspitze.
• Minimales Trauma: Strukturelle Verstärkung mit der „endonasalen extramukösen" Technik, ohne die natürlichen Verbindungen der Gewebe zu durchtrennen.
2. Offene vs. geschlossene Rhinoplastik: Warum der geschlossene Ansatz?
Bei der traditionellen offenen Rhinoplastik durchtrennt der Schnitt über die Columella (die mittlere Nasensäule) die natürlichen Verbindungen zwischen Haut und Knorpel. Dies bringt eine ausgeprägte Schwellung (Ödem) während der Heilung, die Bildung von Fibrose (verhärtetem Gewebe) zwischen Haut und Knorpel sowie das Risiko einer bleibenden Narbe mit sich. Bei der von Prof. Dr. Erdem Tezel angewandten Technik der geschlossenen Rhinoplastik werden hingegen sämtliche Eingriffe durch die Nasenlöcher durchgeführt, ohne jeglichen äußeren Schnitt.
Vergleich von offener und geschlossener Rhinoplastik
Kriterium — Offene Rhinoplastik — Geschlossene Rhinoplastik (Tezel-Ansatz)
Narbenrisiko — Eine bleibende, von außen sichtbare Nahtnarbe auf der Columella. — Die Schnitte liegen vollständig im Naseninneren; außen bleibt keine Narbe.
Heilungsdauer — Das Ödem hält aufgrund der vollständigen Trennung der Gewebe lange an (6–12 Monate). — Das Ödem ist minimal, da die Gewebeintegrität erhalten bleibt; rasche Heilung.
Gewebeschädigung — Die Haut-Knorpel-Verbindungen werden durchtrennt; die Stabilität kann beeinträchtigt werden. — Mit dem „endonasalen extramukösen" Ansatz bleiben die natürlichen Verbindungen erhalten.
Vorhersagbarkeit — Da die Haut während der Operation abgehoben wird, wird die endgültige Form vom Ödem überdeckt. — Da die Haut an Ort und Stelle bleibt, sieht der Chirurg das Ergebnis sofort und fixiert es.
3. Das septokolumelläre Nahtsystem: Der unsichtbare Architekt der Nase
Die von Prof. Dr. Erdem Tezel in die Fachliteratur eingebrachte und den Grundpfeiler dieser Technik bildende Septocolumellar Suture (septokolumelläres Nahtsystem) fungiert als tragender und stabilisierender Mechanismus für die Nasenspitze. Diese Naht fixiert die Spitzenknorpel (mediale Crura) in einer „Reiter"-Position (rider) auf dem Septumknorpel und verleiht der Nasenspitze ihre endgültige Form. Der erfahrene Chirurg führt dieses System nicht als einzelne Naht, sondern als eine vierstufige Nahtarchitektur in einer bestimmten Reihenfolge aus:
1. Pivot-Naht: Bestimmt die Höhe der Nasenspitze (Projektion) millimetergenau.
2. Rotationsnaht: Stellt den Aufwärtsrotationswinkel der Nasenspitze ein und fixiert ihn.
3. Stütznaht: Kontrolliert die Fußplatten (footplates) der Spitze und erweitert oder verengt den Columella-Lippen-Winkel (nasolabialer Winkel).
4. Interdomale Naht: Beseitigt die Divergenz zwischen den Spitzenknorpeln, um eine feinere und definiertere Spitze zu schaffen.
Vorteile des Systems:
• Dauerhafte Stabilisierung: Verhindert das Absinken der Nasenspitze im Laufe der Zeit.
• Präzise Projektionskontrolle: Bei Höckernasen hebt es die Spitze an und verringert dadurch die Menge des zu entfernenden Knochens.
• Lächelästhetik: Erzeugt einen festen Verschluss, der verhindert, dass die Oberlippenmuskulatur die Nasenspitze nach unten zieht.
4. Techniken des kaudalen Septumtransplantats (Knorpelflicken)
Damit die septokolumelläre Naht erfolgreich sein kann, muss die „Säule", an der sie verankert wird – also der Septumknorpel –, gerade, kräftig und ausreichend lang sein. In Fällen, in denen das Septum schwach, verkrümmt oder zu kurz ist, kommt das kaudale Septumtransplantat (Knorpelflicken) zum Einsatz. Bei dieser Technik wird ein aus dem körpereigenen Knorpel des Patienten gefertigtes Transplantat in einem „stufenförmigen" (stair-step) Muster zugeschnitten und in der sagittalen Ebene wie ein Puzzleteil mit exakter Passung an das Ende des vorhandenen Knorpels gesetzt.
Designs des kaudalen Septumtransplantats (Flicken):
1. Typ 1 (Höhenvergrößerung): Wird verwendet, um der Nasenspitze mehr Projektion zu verleihen, wenn die vertikale Höhe des Septums unzureichend ist.
2. Typ 2 (Stützflicken): Verstärkt dünne und brüchige Septen und erhöht die Stabilität.
3. Typ 3 (Korrekturflicken): Wird bevorzugt, um einen verkrümmten Septumknorpel in der Mittellinie zu fixieren.
4. Typ 4 (Verlängerungsflicken): Korrigiert die Deformität der „kurzen Nase" (kaudal defizient), indem die Länge des Septums vergrößert wird.
5. Typ 5 (Ausgleich dreieckiger Defizite): Füllt die anatomischen Lücken im vorderen-unteren Bereich des Septums und sorgt für eine ideale Columella-Stütze.
5. Der chirurgische Ablauf: Narbenfrei, kräftig und schnell
Die Operation erfolgt mit der „endonasalen extramukösen" Methode, bei der die Gewebe durch das Anlegen von Tunneln unter der Haut geschont werden. Auf diese Weise wird die Mikrozirkulation zwischen den Spitzenknorpeln und der Haut nicht gestört.
Schritt-für-Schritt-Ablauf der Operation:
• Beurteilung: Höhe, Länge und Dicke des Septums werden durch Palpation und Endoskopie untersucht.
• Schnitt und Zugang: Das Knorpelgerüst wird über minimale, vollständig im Naseninneren angelegte Schnitte erreicht.
• Anwendung des kaudalen Septumtransplantats: Ist die Septumstütze unzureichend, wird der Knorpelflicken mit der Stufentechnik an Ort und Stelle eingenäht.
• Setzen der septokolumellären Nähte: Pivot-, Rotations- und Stütznähte werden der Reihe nach gesetzt, wodurch die Nasenspitze in die „Reiter"-Position gebracht wird.
• Endkontrolle: Die Ergebnisse der Operation werden bei an Ort und Stelle befindlicher Haut (ohne die Maskierung durch das Ödem) beurteilt.
• Dauer: Fälle, die nur einen Eingriff an der Nasenspitze erfordern, können unter örtlicher Betäubung in nur 20–40 Minuten abgeschlossen werden.
6. Langfristige Ergebnisse: Schluss mit der „Supratip"-Deformität und dem Absinken der Nasenspitze
Das nach traditionellen Operationen häufig auftretende „Absinken der Nasenspitze" (drop) und die damit verbundene Schwellung am vorderen Ende des Nasenrückens (Supratip-Deformität) gehen in der Regel auf den Verlust der Stütze der Nasenspitze zurück. Da bei dieser Technik die Spitzenknorpel mit Nähten und bei Bedarf mit kaudalen Septumtransplantaten starr (fest) mit dem Septum verbunden werden, entfällt das Risiko eines Absinkens während der Heilung.
Erfolgsdaten
In der umfangreichen, 14-jährigen klinischen Serie von Prof. Dr. Erdem Tezel mit 2.286 Fällen wurde mit dieser Methode eine dauerhafte Erfolgs- und Patientenzufriedenheitsrate von 98 % erreicht. Insbesondere das Problem des Absinkens der Nasenspitze beim Lächeln wird mit dieser Technik dauerhaft gelöst iv.
7. Die Heilungsphase und die Erwartungen der Patienten
Die ersten 2 Monate nach der Operation sind die kritischste Phase, in der die Knorpel über ein natürliches Verbindungsgewebe, den sogenannten „biologischen Gipsverband" (biological cast), miteinander verwachsen. In diesem Zeitraum ist eine Massage der Nasenspitze strikt zu vermeiden, da eine Massage die Position der Nähte stören kann.
Heilungsverlauf und Empfehlungen:
• Bewegungen der Oberlippe: Eine vorübergehende Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit (Hypokinesie) der Oberlippe in den ersten 2–3 Wochen nach der Operation ist völlig normal. Dieser Zustand normalisiert sich innerhalb von 5–6 Wochen.
• Steifheit der Nasenspitze: Das vorübergehende Steifheitsgefühl in der Nasenspitze kann etwa 1 Jahr anhalten; wenn die Gewebe weicher werden, verschwindet dieses Gefühl.
Empfehlungen / zu Vermeidendes:
1. Tun: Schützen Sie die Nasenspitze während der ersten 2 Monate vor Stößen und Druck.
2. Tun: Seien Sie während des Heilungsprozesses geduldig; die endgültige Form wird deutlicher, sobald sich die Gewebe gesetzt haben.
3. Vermeiden: Massieren Sie die Nasenspitze nicht; dies kann die Stabilisierung der Nähte beeinträchtigen.
4. Vermeiden: Verzichten Sie in den ersten 2 Monaten auf Kontaktsportarten und anstrengendes Training.
8. Fazit: Individuelle funktionelle Ästhetik
Nasenästhetik ist nicht nur ein „Abschleifen", sondern eine funktionelle Wiederherstellung, bei der die innere Architektur der Nase neu aufgebaut wird. Die mit dem kaudalen Septumtransplantat und dem septokolumellären Nahtsystem durchgeführte geschlossene Rhinoplastik bietet dem Patienten eine narbenfreie, natürliche Nasenstruktur, die ein Leben lang nicht absinkt. Allerdings ist „die Lernkurve dieser Technik recht steil". Für das erfolgreichste und dauerhafteste Ergebnis ist die Wahl eines erfahrenen plastischen Chirurgen, der alle Details der Technik beherrscht, von entscheidender Bedeutung.
9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage: Bleibt bei der geschlossenen Nasenästhetik von außen eine sichtbare Narbe zurück?
Antwort: Nein. Da alle Schnitte im Inneren der Nasenlöcher gesetzt werden, bleibt keine von außen sichtbare chirurgische Narbe zurück.
Frage: Sinkt die Nasenspitze nach der Operation mit der Zeit ab?
Antwort: Da das septokolumelläre Nahtsystem und die kaudalen Septumtransplantate die Nasenspitze fest verankern, ist bei dieser Methode kein Absinken wie bei klassischen Operationen zu erwarten.
Frage: Kann eine reine Nasenspitzenästhetik unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden?
Antwort: Ja. In Fällen, in denen nur die Nasenspitze behandelt wird, kann der gesamte Ablauf – einschließlich der Vorbereitung des Knorpelflickens – unter örtlicher Betäubung in etwa 20–40 Minuten abgeschlossen werden.
Frage: Verändert sich mein Lächeln nach der Operation dauerhaft?
Antwort: Nein. Die Einschränkung der Oberlippenbewegungen ist vorübergehend (2–3 Wochen). Langfristig wird Ihr Lächeln ästhetischer, da Ihre Nasenspitze nicht nach unten absinkt.